Jessica Backhaus | Isabelle Borges | Lisa Tiemann
Ausstellung „Berührungspunkte“ 24. Mai bis 03. Oktober 2026
Vernissage
Sonntag, 24. Mai 2026
14:00 Uhr - 18:00 Uhr
14:30 Uhr: Einführung in die Ausstellung
15:30 Uhr: Künstlerinnengespräch mit der Kunsthistorikerin Julia Rosenbaum
→ Pressemitteilung „Berührungspunkte“ (Deutsch)
KIM Uckermark
Kreuzkruger Str. 27b
17268 Templin-Herzfelde
Ausstellung vom 24. Mai bis 03. Oktober 2026
Eröffnung am 24. Mai 2026 von 14:00 bis 18:00 Uhr
15:30 Uhr Artist Talk mit der Kunsthistorikerin Julia Rosenbaum
Berührungspunkte …
… auf den ersten Blick scheint dieser Titel mehr als verständlich, sehen wir doch vor uns Arbeiten, die – trotz der unterschiedlichen Medien Fotografie, Malerei und Skulptur – in ihrer Ästhetik viele Ähnlichkeiten aufweisen: die abstrakte, organisch-geometrisch changierende Formsprache, die über rein dokumentarische Darstellungen hinausgeht, der Gebrauch einer ähnlich intensiven Farbpalette, ein experimenteller Umgang mit Materialien und Raum sowie die starke assoziative Kraft der Kompositionen.
Wir freuen uns sehr in unserem fünften Ausstellungsjahr @ KIM, die Künstlerinnen Jessica Backhaus, Isabelle Borges und Lisa Tiemann ausstellen zu dürfen und neben den Synergien, die das Zusammenspiel ihrer Arbeiten schafft, auch die Einzigartigkeit ihrer einzelnen Oeuvre hervorzuheben.
Die hier gezeigten Arbeiten von Jessica Backhaus sind ausschließlich Teil der Serie „Plein Soleil“ aus den Jahren 2023-2024. Eine konsequente Fortsetzung ihres vorangegangenen Projekts „Cut Outs“ aus den Jahren 2018-2020 zeugen sie von der kontinuierlichen Auseinandersetzung der Künstlerin mit den fotografischen Möglichkeiten der Abstraktion. So arrangiert Backhaus in dieser Serie verschiedenfarbige rechteckige und quadratische Blätter von unterschiedlicher Struktur, Dichte und Grammatur, faltet oder wölbt sie und setzt sie dann dem direkten Sonnenlicht aus. Einem visuellen Experiment gleich, beobachtet Backhaus den Lauf der Dinge, wie das Papier auf die intensive Hitze reagiert, sich verformt, biegt und harte Schatten wirft… bevor sie fotografiert, intuitiv, mit einem Gefühl für den richtigen Moment und vom Zufall geprägt, entsteht so aus denen unter Spannung stehenden Formaturen ein rhythmisches Zusammenspiel aus intensiven Farben und scharfen Schattenwurf, Unschärfe und Struktur, Oberfläche und Form. Während in der Serie „Cut Outs“ noch die Idee eines Bildraums und die Positionierung der Papiere letzte Anhaltspunkte der Wirklichkeit boten, ist Backhaus in der Serie „Plein Soleil“ gänzlich in der Abstraktion angekommen. Mühelos lotet Backhaus hier die fotografischen Möglichkeiten der Abstraktion aus und setzt sich nicht nur mit der Geschichte der avantgardistischen Fotografie auseinander – dem Experimentieren mit lichtempfindlichen Materialien. Sie zeigt vor allem auch ihre Bewunderung für die abstrakte Malerei des 20. Jhdts., ihrem Streben nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten durch das experimentelle Zusammenspiel von Licht, Farbe und Form, wie wir sie aus den Werken zahlreicher Künstler*innen, wie zB Etel Adnan, Helen Frankenthaler, Mark Rothko oder vor allem Yves Klein kennen.
Auch das Werk von Isabelle Borges ist eine Hommage an und eine Auseinandersetzung mit den verschiedenen Strömungen der abstrakten Kunst des 20. Jahrhunderts, sei es die brasilianische Bewegung des Neokonkretismus, die sie während ihres Studiums in Rio de Janeiro maßgeblich prägte, oder die New Yorker Schule der 1950er und 1960er Jahre. Auch sie nutzt ausschließlich abstrakte Formen, um Muster und Strukturen der sichtbaren Welt in visuell komplexe Kompositionen zu übersetzen. Inspiration für ihre abstrakten Bildräume findet Borges nicht selten bei ihren Spaziergängen in der Natur, auf der Suche nach – wie sie es nennt – einer „versteckten Botschaft“, die sich in den vielfältigen Formen der Natur widerspiegelt und die sie fotografisch festhält, um sie als Vorlagen für ihren Bildraum zu nehmen. Betrachtet man ihre Arbeiten genauer, begegnen uns Formen, geometrisch und organisch zugleich in blickdichten kräftigen Farben. Schaut man genauer hin, erkennt man, dass die Farben changieren, mitunter ineinander überlaufen und dadurch ein Gefühl von Räumlichkeit entstehen lassen. Hinzu kommen Linien, mal haarfein, mal eher balkenartig, aus allen Richtungen – als seien sie in ständiger Bewegung, kreuzen sie mitten durch das Bild, bleiben plötzlich stehen, knicken ab oder verändern ihren geraden Lauf. Formen falten sich, Bildräume dehnen sich aus und ziehen sich wieder zusammen und lassen dabei Zwischenräume entstehen. Räumliche Illusion und die Flächigkeit der Formen stehen in Borges‘ Werk in einem ständigen Wechselspiel; ihre Spannung liegt in der Kombination rhythmischer Leichtigkeit und kompositorischer Strenge. Dem Rhythmus‘ einer Melodie oder eines Gedichtes gleich, evozieren ihre Arbeiten ein Gefühl für den Raum „dazwischen“, der seinen Ursprung in gegebenen Strukturen hat und der sich dennoch unserer alltäglichen Wahrnehmung entzieht. Isabelle Borges nennt ihn den Raum hinter dem Raum, einen poetischen Raum, in dem die äußere Realität und die Innenwelt spielerisch und ohne Dogma aufeinandertreffen.
Lisa Tiemanns Skulpturen vermitteln eine ähnliche spielerische Leichtigkeit. Ihre Arbeiten entstehen mitunter aus einer gezeichneten Geste, einer Linie, die wie im Moment entstanden und durch die Künstlerin in den drei-dimensionalen Raum übertragen wird. Sie sind im Raum platziert oder teilweise mit architektonischen Elementen verbunden; sie hängen, liegen, stehen oder lehnen sich an bzw. scheinen – wie bei der Arbeit COUPLE (G) IX – wie in die Stahlkonstruktion hineingefallen. Zu sehen sind hier vor allem Arbeiten aus ihrer Reihe COUPLES (übers. Paare), die Lisa Tiemann seit 2016 fortlaufend entwickelt und die aus zwei Elementen bestehen. Auffallend ist vor allem die Verwendung so kontrastierender Materialien wie Keramik und Papiermaché, oder – wie im Falle der Außenskulpturen – pulverbeschichtetes Stahl und Beton – die sich nicht nur in ihrer Farbigkeit, sondern auch in ihrer Struktur und Oberflächenbeschaffenheit stark unterscheiden. Schaut man auf die Kompositionen, so scheint es fast als hätte sich die immergleiche Grundform – eine dreidimensionale viereckige Linie – wie von selbst in unterschiedliche Figurenpaare gebogen, gestreckt und mitunter auch verkantet. Mal wirkt es, als ob sie sich synchron aneinanderschmiegen, mal eher so, als ob sich die Elemente verhakt hätten und sich aus ihrer Berührung nicht selbstständig lösen könnten. Verbunden und doch gleichzeitig angespannt und getrennt, scheint ihre Balance zu jedem Zeitpunkt ebenso verwundbar und fragil. Auch wenn in ihrer Form gebunden, wirken Tiemanns‘ Skulpturen im einem währenden „Kräftemessen“ eher fluide und dynamisch, als abgeschlossen und konstruiert. Ganz bewusst spielt die Künstlerin hier mit den Gegensätzen von Stärke und Fragilität, von Anziehung und Abstoßung, von Spannung und Gleichgewicht. Einheit beinhaltet auch immer „das Andere“ und muss bei jedem erneuten Blick neu verhandelt werden.
Die Poesie des Moments einfangen, das nicht Sichtbare sichtbar machen, das Flüchtige festhalten und den Zwischenraum aufzeigen mittels Abstraktion, Materialität, Farbe und Raum … hierbei berühren sich die Werke dieser drei Künstlerinnen auf leise und eindrucksvolle Weise.
Jessica Backhaus
1970 in Cuxhaven, Deutschland, geboren, ist Backhaus eine der wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen Fotografie in Deutschland mit internationaler Reputation und Werdegang. Nach ihrem Studium in Fotografie und Visuelle Kommunikation in Paris, lebt und arbeitet sie von 1995-2009 in New York, wo sie eigene Projekte entwickelt. Seit 2009 ist sie in Berlin ansässig. Backhaus‘ Arbeiten wurde in zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt. Einzelpräsentationen umfassen die unlängst zu Ende gegangene Ausstellung „Shadows might dance“ im Fotografie Forum in Frankfurt (2026), das Centre de la Photographie, Mougins, Frankreich (2024), das Haus am Kleistpark, Berlin (2023) sowie die Kunsthalle Erfurt (2013). In Gruppenausstellungen war sie u.a. in der National Portrait Gallery, London, dem Martin-Gropius-Bau, Berlin, und dem MARTA Herford zu sehen. Backhaus‘ Arbeiten befinden sich in bedeutenden nationalen und internationalen Museums- und Privatsammlungen, darunter das Museum of Fine Arts, Houston, USA, die Margulies Collection, Miami, USA, die Deutsche Bank Art Collection, Frankfurt, die Art Collection Deutsche Börse, Frankfurt, und die ING Art Collection in Belgien. In Deutschland wird sie durch die Robert Morat Galerie in Berlin sowie durch die Galerie Anja Knoess in Köln vertreten.
Isabelle Borges
1966 in Salvador, Brasilien, geboren, zieht Isabelle Borges nach ihrem Studium für Bildende Kunst an der Escola des Artes Visuais do Parque Lage in Rio de Janeiro, Brasilien, Anfang der 90er nach Deutschland, wo sie noch ein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf absolviert. Seit Ende der 1990er Jahr lebt und arbeitet die Künstlerin in Berlin. In Europa und Brasilien hatte die Künstlerin mehrere Einzelausstellungen u.a. im Brasilianischen Museum für Skulptur MUBE, Sao Paolo (2013), im Museum der Republik, Rio de Janeiro (2000), im Rahmen der 14. internationalen Cuntiba Biennale im Museum Oscar Niemeyer, Cuntiba (2019/2020) und im Museo d’Arte Moderna in Salvador (2022). Borges schuf im Mies van der Rohe Haus, Berlin, eine Wandinstallation (2021) und präsentierte Druckgrafik im Kunstverein Meißen (2022). Jüngst zu sehen waren Borges‘ Werke auch in Einzelausstellungen in der Galerie Strelow, Frankfurt, und der Galerie FWR, Berlin, sowie im Rahmen der Kulturhauptstadt Chemnitz (2025). Die Werke der Künstlerin sind in institutionellen und privaten Sammlungen in Südamerika und Europa vertreten.
Lisa Tiemann
1981 in Kassel geboren, studierte Lisa Tiemann von 2002-2008 an der Universität der Künste (UdK) in Berlin Freie Kunst bei Tony Cragg und Florian Slotawa. Ihre skulpturalen Arbeiten sind mehrfach ausgezeichnet, so zuletzt mit dem Paper Art Award im Jahr 2022. Ihre Arbeiten sind Teil der ständigen Sammlung des Haus des Papiers in Berlin. Ihre Werke wurden u.a. in der Kommunalen Galerie, Berlin Pankow, im Haus am Lützowplatz, Berlin, im Gewerbemuseum in Winterthur und der Halberstadt Biennale ausgestellt. Außenskulpturen wurden im Skulpturenpark Schlosspark Stammheim in Köln und im Skulpturenpark Eisenberg (AT) gezeigt. Auch waren ihre Arbeiten im Rahmen des ruru Haus-Programms auf der documenta 12 (2022) zu sehen. Im letzten Jahr war Lisa Tiemann während der Art Week mit einer raumgreifenden Installation in den Wilhelmhallen in Berlin präsent. Vertreten wird sie durch die Galerie Schwarz Contemporary in Berlin, die ihr zwei Einzelausstellungen in den Jahren 2024 und 2021 widmete. Ferner kooperiert Lisa Tiemann mit mehreren nationalen und internationalen Galerien. Ab dem 23. April 2026 sind ihre Arbeiten in der AV17 Gallery in Vilnius, Litauen, in einer Einzelausstellung zu sehen.
Besichtigung nach Vereinbarung: +49 (0)160 964 33 307 oder kontakt@kim-uckermark.de
Gerne stehen wir für weitere Informationen zur Verfügung: +49 (0)160 964 33 307 – kontakt@kim-uckermark.de
Friederike von Rauch | Sabine Hornig | Julian Rosefeldt
Ausstellung „Stand der Dinge“ 08. Juni bis 04. Oktober 2025
Finissage
Samstag, 04. Oktober 2025
14:00 Uhr - 18:00 Uhr
→ Pressemitteilung „Stand der Dinge“ (Deutsch)
KIM Uckermark
Kreuzkruger Str. 27b
17268 Templin-Herzfelde
Ausstellung vom 08. Juni bis 04. Oktober 2025
Eröffnung am 08. Juni 2025 von 14:00 bis 18:00 Uhr
15:00 Uhr Artist Talk mit der Kunsthistorikerin Julia Rosenbaum
Stand der Dinge
… oder laut Duden „die gegenwärtige Situation, der aktuelle Zustand“, ist die thematische Klammer der Arbeiten von Friederike von Rauch, Sabine Hornig und Julian Rosefeldt – die wir in unserer vierten Ausstellung @ KIM Uckermark im diesem Sommer zeigen dürfen.
So unterschiedlich ihre Arbeiten in Form von Medium, Ästhetik und Präsentation auch sein mögen, so spiegeln sie gleichermaßen eine Auseinandersetzung mit den grundsätzlichen und drängenden Themen unserer Zeit. Dabei stehen die Sensibilität und Poetik ihrer künstlerischen Handschrift im Kontrast zu der harten Realität und Dringlichkeit der angesprochenen Themen.
Friederike von Rauchs Arbeiten aus der Serie „Waste“ entstanden 2021/2022 im Rahmen eines Auftrags für die EEW Energy for Waste GmbH, die jährlich Künstlerinnen und Künstler einlädt, sich mit dem Thema Abfallverwertung auseinanderzusetzen. Von Rauch ist hierfür in die Tiefen der uns verborgenen Müllbunker gestiegen, in denen alltäglich die Reste und Abfälle unseres Alltags gesammelt, gemischt und verbrannt werden, um schließlich wieder Energie zu gewinnen. Auf wundersame, fast sakrale Weise hält von Rauch in ihren Aufnahmen das einfallende Licht und die Staubpartikel in der Luft fest, und erst langsam erschließen sich dem Betrachtenden die dahinterliegenden Mülllandschaften als Orte sublimer Schönheit. Die Auswirkungen unseres Daseins werden uns durch die ästhetische Kraft und Stille der Bilder umso stärker vor Augen geführt.
Auch in ihrer Serie „Licht“, aus dem Jahr 2024, spielt – wie der Titel verrät – der Lichteinfall eine tragende Rolle. Über ein Jahr hinweg hielt die Künstlerin in einer fotografischen Studie die leisen Veränderungen eines gleichbleibenden Blicks aus ihrem Studiofenster fest. Im Gegensatz zu ihrer Serie „Waste“ bestechen die 36 Arbeiten durch einen fotografischen Minimalismus, der sich durch eine nahezu vollständige Eliminierung aller illustrativen und narrativen Referenzen auszeichnet. Derselbe Ort, dieselbe Perspektive: Vom Inneren ihres Ateliers nach außen gerichtet, lässt die Bildfolge einen Wunsch nach Rückzug und Intimität vermuten, in Zeiten einer gefühlten Erhitzung der gesellschaftlichen Diskurse.
Sabine Hornig arbeitet ebenfalls mit der Fotografie, jedoch ist bei ihr die Verbindung von Fotografie, Skulptur und räumlicher Inszenierung charakteristisch für ihr Werk. Von der Decke hängend, greifen ihre Glasarbeiten aktiv in den Raum ein und stellen sich uns in den Weg. Fragmentierte, farbintensive Muster in handgedruckter Keramikfarbe auf das Glas gebrannt, werden mit gefundenen Graffiti Elementen, Stadtansichten oder ikonischen Motiven (wie z.B. ein Foto der Ostberliner Demonstrationen von 1989, die den Fall der Berliner Mauer auslösten) collagenartig vermischt. Die transparente Qualität des Materials sowie der Schichtung von Motiven, bringen uns dazu, mehrere optische Ebenen sowie auch Vorder- und Rückseite gleichzeitig in Betracht zu ziehen. Wie ein Vexierbild changiert unsere Wahrnehmung zwischen der gefühlten Sicherheit, ein Bild oder Motiv zu erkennen, nur um sich dann bei näherer Betrachtung in abstrakte Pixel aufzulösen.
Auch Hornigs Arbeit „Durchreiche“, die speziell für diese Ausstellung konzipiert worden ist, greift aktiv in den Raum ein. Die Durchreiche – die zu LPG-Zeiten der Übergabepunkt für das wöchentliche Entgelt der Mitarbeitenden war – wird Ausgangspunkt für eine asymmetrische Metallkonstruktion, die die ursprüngliche Funktion dieses architektonischen Details unterbricht. Ein eingebauter und dennoch durch das Raster einsehbarer Raum entsteht – bietet er Schutz nach außen, grenzt er ein, oder grenzt er aus? Dies obliegt der Perspektive des Betrachtenden. Innen- und Außenwahrnehmung sind gleichzeitig wahrnehmbar; vermeintlich gefestigte Blickwinkel der Betrachtung werden durch die jeweils existierende Negativform in Dauerschleife in Frage gestellt. Vor einem gesamtgesellschaftlichen Hintergrund scheint es, als verweise die Fragilität des Bildes und die Ambiguität der Blickwinkel, die sich in Hornigs Arbeiten spiegeln, fast seismografisch auf die Zerbrechlichkeit und aktuelle Infragestellung festgelegter Normen und Werte, wie Freiheit und Demokratie.
Ähnlich vielschichtig sind die aufwendig inszenierten Film- und Videoinstallationen des Medienkünstlers Julian Rosefeldt. Seine Vier-Kanal-Filminstallation „The Ship of Fools“ (trans.: „Das Narrenschiff“) aus dem Jahre 2007 ist eine filmische Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte und ihrer Ideologien. Ausgangspunkt dieser Arbeit ist das Schloss Sacrow, welches in seiner heutigen barocken Gestalt im Jahr 1773 erbaut wurde und als Residenz zahlreicher Schriftsteller und Musiker, wie Felix Mendelssohn Bartholdy, diente. Im Zweiten Weltkrieg beherbergte es einen ranghohen Nazi-Offizier, im Zuge der deutschen Teilung lag es dann im DDR-Grenzgebiet und fungierte u.a. als Trainingsgelände für Mauerwachhunde. Heute gehört es zum UNESCO-Welterbe und ist der Öffentlichkeit zugänglich. Vor diesem geschichtsträchtigen Setting entspinnt sich eine Abfolge fiktiver Szenen und Bilder, die in ihrer poetischen Schönheit einem Gemälde von Caspar David Friedrich entsprungen sein könnten. Mit ironischer Leichtigkeit und latenter Beklemmung zugleich, greifen sie Themen wie den wiedererstarkenden Nationalismus, Geschichtsvergessenheit und die ideologische Aufladung von Heimat und Natur auf. Rosefeldt vermeidet hierbei jedoch jegliche Didaktik und überlässt es den Betrachtenden, selbständig eigene Schlussfolgerungen zu ziehen.
„Asylum“ aus dem Jahre 2001/2002 und hier als Kurzfilmversion präsentiert, besteht in seiner ursprünglichen Fassung aus einer raumgreifenden 9-teiligen Filminstallation, die sich mit einem der sensibelsten Themen auf der europäischen und globalen Agenda beschäftigt. In changierenden Settings beobachten wir homogene Gruppen unterschiedlicher Ethnien bei der Verrichtung von Arbeitstätigkeiten, die wir allzu häufig im Kontext von Einwanderung und Migration mit den entsprechenden Ethnien assoziieren. Doch unsere stereotype Wahrnehmung wird durch das inszenierte, absurd anmutende Setting jäh unterbrochen: in hypnotisierender Zeitlupe sehen wir Putzfrauen zwischen Kakteen staubsaugen, Köche zerreißen Fast-Food-Verpackungen oder Zeitungsverkäufer verschieben ohne ersichtlichen Grund Zeitungsbündel. In gleichem Kostüm ihrer Individualität beraubt, scheinen diese Menschen ohne ein Ende, Ergebnis oder Ziel sisyphusartig in sinnlosen Ritualen gefangen. Auf humorvolle Weise konfrontiert Rosefeldt uns mit gängigen Klischeevorstellungen und vorgefassten Denkannahmen über „das Andere, das Fremde“ und regt dabei gleichzeitig zum Nachdenken über unsere eigenen Alltags- und Arbeitsroutinen an.
Friederike von Rauch
Nach ihrer Ausbildung zur Silberschmiedin studierte von Rauch von 1992 bis 1997 Industriedesign an der Hochschule der Künste Berlin (heute UdK). Zeitgleich mit ihrer Tätigkeit als Location Scout für das Studio Babelsberg in Potsdam wendet sich von Rauch in den Nullerjahren der Fotografie zu. Stipendien des Potter’s House auf Mallorca (2019), dem Kloster San Giorgio in Venedig (2018), dem Museum Dhondt-Dhaenens bei Gent (2015/16), dem Vlaams-Nederlands Huis deBuren in Brüssel (2006) sowie des Baer Art Centers in Island (2008) verleihen ihr internationale Anerkennung. Ihre Fotografien wurden in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen im In- und Ausland gezeigt, darunter im Museo Internacional Puebla in Mexiko (2024), im Kunstverein Lippe in Detmold (2022), im Haus am Kleistpark in Berlin (2019), in den Deichtorhallen in Hamburg (2019), im Museum Dr. Guislain in Gent (2018), im Goethe-Institut in Paris (2017), im Goethe-Institut in Rio de Janeiro (2016), in der Berlinischen Galerie (2015), im KunstHaus Potsdam (2015), in der i8 Gallery in Reykjavík (2014), im Forum für Fotografie in Köln (2013), im MARTa Herford (2012), im Kunstverein Heidelberg (2011), im Hafnarborg Museum in Island (2010) sowie im Martin-Gropius-Bau in Berlin (2010).
Von Rauchs Arbeiten sind in bedeutenden privaten und öffentlichen Kunstsammlungen vertreten, unter anderem in der Sammlung des Deutschen Bundestages, der Deutschen Bank, der Hess Art Collection sowie der Royal Dutch Collection.
Sabine Hornig
Sabine Hornig hat von 1986 bis 1992 Bildende Kunst und Bildhauerei an der Hochschule der Künste Berlin studiert. Sie ist international nicht nur für ihre Skulpturen und Fotografien, sondern auch für ihre ortsspezifischen Installationen bekannt. Zu ihren bekanntesten Arbeiten im öffentlichen Raum gehören La Guardia Vistas am LaGuardia Flughafen in New York, Shadows in den Sydney International Towers im Stadtteil Barangaroo in Sydney oder Schulfenster, Grundschule an der Pfeuferstraße, München. Im Moment wird Café Schadow, eine fassadenlange Glasinstallation für den Bundestag an der Schadowstraße in Berlin installiert. Hornigs Arbeiten waren in vielzähligen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen, wie z.B jüngst in der Kunsthalle Tbilisi (2023), Museum KunstPalast, Düsseldorf (2024), Brooklyn Museum, New York (2024), Hamburger Kunsthalle, Hamburg (2022), Langen Foundation, Neuss (2018), Kunstsammlungen Chemnitz (2017), J. Paul Getty Museum, Los Angeles (2013), Boijmans van Beuningen Museum in Rotterdam (2013), Pinakothek der Moderne, München (2011), Berlinische Galerie, Berlin (2006), Museum of Modern Art, New York (2003) und Kunst-Werke, Berlin (1993).
Hornigs Arbeiten sind weltweit in vielzähligen Kunstsammlungen vertreten, u.a. in der Bundeskunstsammlung in Bonn, in der Hamburger Kunsthalle, im Museum Kunstpalast in Düsseldorf, der Pinakothek der Moderne in München, in der Sammlung Guggenheim, New York, im Museum of Modern Art, New York, im Hirschhorn Museum of Art, Washington, und im Malmö Konstmuseet in Schweden.
Julian Rosefeldt
Julian Rosefeldt ist einer der bekanntesten Kunst- und Filmschaffenden der Gegenwart. Nach abgeschlossenem Architekturstudium in München und Barcelona, widmet er sich ab Mitte der 1990er Jahre der Produktion zunehmend komplexer, raumgreifender Film- und Videoinstallationen. Internationale Anerkennung gewinnt er vor allem durch Arbeiten wie „Detonation Deutschland“ (1996), „Asylum“ (2001-2002), „Trilogy of Failure“ (2004–2005), „The Ship of Fools“ (2007), „American Night“ (2009) und zuletzt durch „Manifesto“ (2015), einer 9-Kanal Filminstallation, die weltweit gezeigt worden ist.
Rosefeldts Werke wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt; so u.a. im Weltkulturerbe Völklinger Hütte (2023), Park Avenue Armory New York (2022), Neue Nationalgalerie Berlin (2021-2023), Museum MACAN Jakarta (2020), Kunstforum Wien (2020), Hirshhorn Museum Washington (2019), Auckland Art Gallery (2018), Musée d’Art Contemporain Montréal (2018), Nationalgalerie Prag (2017), Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart Berlin (2016), Sprengel Museum Hannover (2016) und Tate Modern in London (2014). Momentan widmet C/O Berlin dem Künstler eine umfassende Retrospektive von Arbeiten aus den letzten 30 Jahren seines Schaffens (zu sehen bis 17. September 2025).
Rosefeldts Werke befinden sich in zahlreichen bedeutenden Museen und Privatsammlungen weltweit, darunter im Museum of Modern Art New York, der Nationalgalerie Berlin, der Staatsgalerie Stuttgart und der Art Gallery of New South Wales Sydney. Seit 2011 ist er Professor für digitale und zeitbasierte Medien an der Akademie der Bildenden Künste München.
Besichtigung nach Vereinbarung: +49 (0)160 964 33 307 oder kontakt@kim-uckermark.de
Gerne stehen wir für weitere Informationen zur Verfügung: +49 (0)160 964 33 307 – kontakt@kim-uckermark.de
Barbara Wolff | Jan Muche | Zora Janković
Finissage
05. Oktober 2024
14:00 Uhr - 18:00 Uhr
Ausstellung 19. Mai bis 05. Oktober 2024
→ Pressemitteilung vom 24.04.2024 (Deutsch)
KIM Uckermark
Kreuzkruger Str. 27b
17268 Templin-Herzfelde
Ausstellung vom 19. Mai bis 05. Oktober 2024
Eröffnung am 19. Mai 2024 von 14:00 bis 18:00 Uhr
15:00 Einführung in die Ausstellung durch Marc Barbey
Barbara Wolff – Jan Muche – Zora Janković
In dieser dritten multidisziplinären Ausstellung im KIM Uckermark werden Arbeiten der Fotografin Barbara Wolff, des Malers und Bildhauers Jan Muche und der Bildhauerin und Fotografin Zora Janković präsentiert.
Die Arbeiten aller drei Künstler*innen hinterfragen gleichermaßen die architektonischen Formen der Metropolis und der Agora. In ihrem jeweiligen Medium nutzen sie Sucher, Pinsel und Meißel unkonventioneller als üblich und loten damit auf unterschiedliche Weise die Grenzen des Mediums aus.
Während die schwarz-weiß Fotografien von Barbara Wolff das Thema der klassischen Stadt- oder Architekturansicht – in New York und Berlin entstanden – als Ausgangspunkt nehmen, gehen sie dennoch mit außergewöhnlichem Gespür für Komposition und ungewöhnlichen Perspektiven über die Dokumentation des Alltäglichen und die eigentliche Abbildung hinaus. Hier setzen Jan Muches Malereien an: sie sind konstruktivistisch-abstrakte Bildwelten, die zwar auf Basis architektonischer Entwürfe und fotografischer Motive entstehen, aber durch die vielfältigen Überlagerungen und das Aufheben eines Raumgefühls den Blick für alternative Wirklichkeiten ermöglichen. Die Oszillation zwischen Realität und Abstraktion, zwischen Mensch und Raum, spiegeln sich auch in den Arbeiten von Zora Janković wieder. Ihre Beton-skulpturen ähneln Architekturmodellen, ihre Marmorarbeiten wecken Assoziationen zu Ruinen und dennoch entheben sie sich jeglicher Funktionalität, sondern fokussieren stattdessen auf die vielschichtigen Brüche, die durch die zerstörerische Bearbeitung des Materials und der damit einhergehenden Verwundung entstehen.
Das Zusammenspiel der ausgestellten Arbeiten in den Räumen und dem Garten kann über den ganzen Sommer nach Vereinbarung besichtigt werden: kontakt@kim-uckermark.de
©Barbara Wolff, Jan Muche, Zora Janković
Biografien:
Barbara Wolff, Jahrgang 1951, ist in Kyritz geboren. Nach Ihrem Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig arbeitet sie freiberuflich als Illustratorin, Fotografin und Grafikerin. Nach einem Ausreiseantrag siedelt Barbara Wolff 1985 in die Bundesrepublik über. Seit 1989 arbeitet Barbara Wolff freiberuflich als Fotografin und Grafikerin für die Linhof Kamerawerke in München. Ihr fotografisches Werk wird seit 2017 ausführlich aufgearbeitet und wurde in Deutschland und international, insbesondere in Frankreich (Arles, Paris, Vendôme, Bordeaux) in zahlreichen Ausstellungen präsentiert. Barbara Wolff lebt und arbeitet in Berlin.
Jan Muche, Jahrgang 1975, ist in Herford geboren. Nach einer Ausbildung als Lithograph in Bielefeld studiert er Malerei an der Universität der Künste in Berlin und wird Meisterschüler von K.H. Hödicke (1938-2024). Er führt Lehraufträge an der Kunsthochschule Berlin Weißensee aus und war Gastprofessor für Malerei in der Chinesisch-Deutschen Kunstakademie. Sein Werk wurde in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland und international gezeigt. Jan Muche lebt und arbeitet in Berlin und in Andalusien.
Zora Janković, Jahrgang 1978, ist in Ljubljana geboren. Nach ihrem Studium des Designs in Rom und der Bildhauerei in der Accademia delle Belle Arti in Venedig hat sie Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin Weißensee studiert. Die slowenische Künstlerin realisiert Skulpturen und Reliefs aus Marmor und Beton sowie Fotografien und Radierungen, die in Dialog treten und sich somit ergänzen. Ihre Arbeiten waren in zahlreichen Ausstellungen zu sehen. Zora Janković lebt und arbeitet in Berlin.
Geschichte des Ortes:
KIM, Kunst im Mittelholf in Herzfelde, Uckermark, ist aus der Liebe zur Kunst und Natur von Julie Buchardi und Udo Glaß entstanden.
In der ehemaligen LPG Pflanzenproduktion Jakobshagen hat das Unternehmerpaar die Verknüpfung von Naturliebe und Kunstleidenschaft reiz- und anspruchsvoll vereint. Die Kunsthistorikerin und Museologin ist heute als Business Coach tätig: „Kunst hat etwas Verbindendes. Sie schafft es, Grenzen aufzubrechen und unterschiedlichste Menschen an einem Ort zusammenzuführen.“ Der Sozialpädagoge ist Unternehmer im Bildungswesen: „Wir wollten einen Ort schaffen, wo das sichtbar wird, wo man sich unkompliziert oder angeregt austauschen, einfach treffen kann“.
Das Paar lebt in Berlin und Herzfelde und möchte mit einem offenen und nicht kommerziellen Haus für die Künstler und die Gemeinschaft zum künstlerischen Diskurs beitragen. Seit 2022 werden jährlich multidisziplinäre Ausstellungen mit zeitgenössischer Kunst in den Räumen und im Garten des Mittelhofs präsentiert.
Besichtigung nach Vereinbarung: kontakt@kim-uckermark.de
Wir danken Ihnen für die Übernahme dieser Information in ihrem Medium und stehen für weitere Informationen und Pressebilder gern zu Verfügung: +49 (0)160 964 33 307 – kontakt@kim-uckermark.de
→ Press release from 24.04.2024 (English)
KIM Uckermark
Kreuzkruger Str. 27b
17268 Templin-Herzfelde
Exhibition from 19 May to 05 October 2024
Opening on 19 May 2024 from 14:00 to 18:00
15:00 Introduction to the exhibition by Marc Barbey
Barbara Wolff – Jan Muche – Zora Janković
This third multidisciplinary exhibition at KIM Uckermark presents works by photographer Barbara Wolff, painter and sculptor Jan Muche and sculptor and photographer Zora Janković.
The works of all three artists question the architectural forms of the metropolis and the agora in similar manners. In their respective mediums, they use viewfinder, brush and chisel in an unconventional way, thereby exploring the limits of their respective medium.
While Barbara Wolff’s black and white photographs take the theme of the classic city or architectural view – mostly in New York and Berlin – as a starting point, they nevertheless go beyond the documentation of the everyday and the actual depiction with an extraordinary sense of composition and unusual perspectives. This is where Jan Muche’s paintings come in: they are constructivist-abstract pictorial worlds that are created on the basis of architectural designs and photographic motifs, but which allow a view of alternative realities through the diverse superimpositions and the suspension of a sense of space. The oscillation between reality and abstraction, between man and space, is also reflected in the works of Zora Janković. Her concrete sculptures resemble architectural models, her marble works evoke associations with ruins and yet they are devoid of any functionality, focussing instead on the multi-layered fractures created by the destructive processing of the material and the resulting wounding.
The interplay of the exhibited works in the premises and the garden can be viewed by appointment throughout the summer: kontakt@kim-uckermark.de
©Barbara Wolff, Jan Muche, Zora Janković
Biographies:
Barbara Wolff, born in 1951, in Kyritz. After studying at the Academy of Visual Arts in Leipzig, she worked as a freelance illustrator, photographer, and graphic designer. After applying to leave the country, Barbara Wolff moved to West Germany in 1985. Since 1989, Barbara Wolff has worked as a freelance photographer and graphic designer for Linhof Kamerawerke in Munich. Her photographic oeuvre has been extensively worked up since 2017 and has been presented in numerous exhibitions in Germany and internationally, in particular in France (Arles, Paris, Vendôme, Bordeaux). Barbara Wolff lives and works in Berlin.
Jan Muche, born in 1975, in Herford. After training as a lithographer in Bielefeld, he studied painting at the Berlin University of the Arts and became a master student of K.H. Hödicke (1938-2024). He taught at the Kunsthochschule Berlin Weißensee and was a visiting professor for painting at the Chinese-German Academy of Art. His work has been shown in numerous exhibitions in Germany and internationally. Jan Muche lives and works in Berlin and Andalusia.
Zora Janković, born in 1978, in Ljubljana. After studying design in Rome and sculpture at the Accademia delle Belle Arti in Venice, she studied sculpture at the Kunsthochschule Berlin Weißensee. The Slovenian artist creates sculptures and reliefs made of marble and concrete as well as photographs and etchings, which enter a dialogue and thus complement each other. Her works have been shown in numerous exhibitions. Zora Janković lives and works in Berlin.
History of the place:
KIM, Kunst im Mittelholf in Herzfelde, Uckermark, arose from Julie Buchardi and Udo Glaß’s love of art and nature.
The entrepreneurial couple have combined a love of nature and a passion for art in an attractive and sophisticated way in the former Jakobshagen plant production farm. The art historian and museologist now works as a business coach: ‘Art has a unifying effect. It manages to break down boundaries and bring the most diverse people together in one place.’ The social pedagogue is an entrepreneur in the education sector: ‘We wanted to create a place where this becomes visible, where people can exchange ideas in an uncomplicated or stimulating way, where they can simply meet’.
The couple live in Berlin and Herzfelde and want to contribute to the artistic discourse with an open and non-commercial centre for artists and the community. Since 2022, multi-disciplinary exhibitions of contemporary art have been presented annually in the rooms and garden of the Mittelhof.
Visits by appointment: kontakt@kim-uckermark.de
We thank you for including this information in your medium and will be happy to provide further information and press photos: +49 (0)160 964 33 307 – kontakt@kim-uckermark.de
Anett Stuth | Dirk Wunderlich | Susanne Rast
Finissage: 01. Oktober 2023 14:00 Uhr - 18:00 Uhr
mit musikalischen Einlagen
von Julia Kursawe & Adrian Rovatkay
um 15:00 Uhr und 16:30 Uhr
Ausstellung 28. Mai bis 08. Oktober 2023












































